8/30/2014

Easy Peasy Chocolate Chip Cookies



Wie hatte ich mir das Reisen anders vorgestellt! Zumindest in Hinsicht auf den Blog: abends gemütlich am Kaminfeuer oder auf dem Balkon sitzen, ganz in Ruhe die dollsten Beiträge schreiben, die Deli From The Valley je gesehen hat, dabei alle (ja, alle!) Entwürfe fertigstellen und gleichzeitig - praktisch wie von Zauberhand - im Blog-Archiv aufräumen. Falsch gedacht! Weil wir viel auf Achse sind, Kängurus füttern, an weißen Stränden um Atem ringen und viel Zeit mit unserem Besuch aus Deutschland verbringen, kommt der Blog leider viel zu kurz. 
Insofern freue ich mich gerade riesig über die eine Stunde in Charlie's gemütlichen Café, wo ich bei einem herrlich künstlich schmeckenden Bananen-Shake (jo, manchmal brauch ich das!) ein bisschen Zeit für meinen Blog habe. 
So schafft es immerhin dieses raffiniert einfache Rezept für vegane Choclate Chip Cookies aus der Versenkung. Ich glaube, das Krümelmonster wäre stolz, wenn wir ihm davon einen Vorrat backten, denn diese Kekse sind knusprig, süß, schnell gebacken und noch schneller vertilgt. Also los:



Das braucht Ihr


  • 120 g Mehl
  • 1/4 TL Backpulver
  • 90 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 90 g weiche Margarine
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 2 EL Sojamilch
  • 75 g Schoko-Tröpfchen



So geht's

Backofen auf 160 Grad vorheizen. Mehl und Backpulver vermengen, Zucker und Salz hinzugeben, wieder rühren. Dann Pflanzenmilch, Vanille-Extrakt und Margarine unterrühren, schließlich die Schokotröpfchen hinzugeben. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und eine Viertelstunde im Kühlschrank lagern. Dann mit den Händen etwa walnussgroße Stücke vom Teig abteilen, diese zu einem Taler formen und in großzügigem Abstand auf einem Backblech verteilen, je nach Backofen zehn bis 20 Minuten backen - eben so lange, bis die Kekse goldbraun sind. Kekse auf einem Rost auskühlen lassen und an ein beliebiges Krümelmonster verfüttern ;-)

7/25/2014

Australian Crackles - vegane Schoko-Kokos-Crispies

Vor einigen Wochen habe ich auf dem North Sydney Community Market mit einer interessanten jungen Dame gesprochen, die mal wieder gezeigt hat, dass geht, was man will, wenn man sich traut: unzufrieden mit ihrem "langweiligen und seriösen Job" hat sie diesen hingeschmissen, um dazu tun, was ihr Spaß macht: eine Fee sein und backen! Was für deutsche Ohren zunächst wie Luftschloss klingt, funktioniert in Australien. Als professionelle Fee kann man hier prima leben: Alles, was man dazu braucht, ist ein möglichst breites und individuelles Kostüm-Repertoire (Grunge Fairy, Flower Fairy, Hippie Fairy undsoweiterundsofort) und ein Fünkchen Mut. Den hat "meine" Baing Fairy bewiesen: Sie betreibt heute eine kleine, total seriöse, aber gar nicht langweilige Backstube und organisiert Cupcake-Werkstätten für Kinder. Heute hilft sie kleinen Händchen beim Formen von Muffins und Verteilen bunter Zuckerstreusel auf Creme-Hauben auf dem Rasen des Marktplatzes. Ein rosafarbener Pavillion mit pastellfarbenen Pompons macht auf diese feine Backsache aufmerksam, eine Fee hüpft leichtfüßig und Zauberstab schwingend durch das Rudel kleiner Mädchen und verkörpert damit wohl den Traum jeder der kleinen Bäckerinnen an der langen Backbank.

Mich flirten neben den Cupcakes vor allem die kleinen Schokoberge in Seerosen-Muffin-Förmchen an. Crackles seien dies, erklärt mir die junge Bäckerin, aus Schoko-Krispies, Kokosflocken und Kokosöl erschaffen. Wir unterhalten uns ein wenig und natürlich kaufe ich zwei vegane Crackles. Mein Eindruck: sehr süß, sehr kokosnussig, aber unverschämt gut! Perfekt für einen Kindergeburtstag, finde ich, zumal sie in Nullkommanix zubereitet sind. Los geht's.  


Das braucht Ihr

(für zehn Stück)
  • 100 g Schoko-Reis-Krispies
  • 125 g festes Kokosöl
  • 1,5 EL Kakao
  • 60 g Puderzucker
  • 45 g Kokosflocken

So geht's

10 Muffinförmchen in ein Muffinblech setzen. Kokosöl bei schwacher Hitze in einer Pfanne erwärmen, bis es flüssig ist. Die übrigen Zutaten miteinander vermischen, dabei darauf achten, dass sich der Puderzucker fein verteilt und keine Kugeln bildet. Kokosöl hinzugeben, alles gut miteinander vermengen und in die Muffinförmchen verteilen. Eine Stunde im Kühlschrank erkalten lassen, fertig. 




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Vegan Australian Crackles

Recently I met a really nice lady at the North Sydney Community Market who gave up her serious job to live her passion: baking. Now she runs a small business and organizes cupcakes workshops for kids. Talking to her was really inspiring (there was a fairy, too!). Besides the cupcakes one thing caught my attention: crackles. I had never heard about them before so I asked the nice cupcake lady what they were. Crackles, she told me, and added that they're made out of rice crispies, coconut oil, sugar and dessicated coconut. Of course I bought some vegan crackles straight away. I have to admit that I really did like them albeit being very sweet. At home I gave the recipe a try and here's how I did it:

You'll need

  • 100 g chocolate rice crispies
  • 125 g solid coconut oil
  • 1,5 tbsp cocoa
  • 60 g icing sugar
  • 45 g dessicated coconut


Preparation

Put ten muffin paper cases into the molds of a muffin baking tray. Melt coconut over low heat in a non sticky sauce pan until liquid. Mix cocoa, rice crispies and dessicated coconut until well combined. Sift incing sugar into this mixture. Pour warm coconut oil into the mixture, mix well and fill into muffin cups. Let the crackles sit in the fridge for an hour. Enjoy. 

6/29/2014

Zu der Frage, ob es langweilig ist, täglich am Strand rumzuhängen


Neulich fragte mich jemand aus der Heimat, ob es nicht langweilig sei, jeden Tag am Strand herumzuhängen. Nöö, ist es nicht. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Vielleicht liegt das an meinen treuen Begleitern, die mir die Zeit auf den Felsen über dem Pazifik versüßen: ein gutes Buch (The One And Only Dave Eggers For Ever And Ever!), ein Fernglas (Es ist Whale Watching Season!) und meine Kamera (Es ist Whale Watching Season plus das Meer sieht immer schön aus!). Dazu noch ein bisschen Sonnenschein und Salzwasser in der Luft - und perfekt ist der Nachmittag.

Zwar gibt es eine Sache, die ich noch viel lieber tun würde, als das Meer zu beobachten - nämlich, darin zu plantschen, schwimmen und surfen. Doch das spare ich mir während unseres Winters - kalter Wind, starke Strömungen und von Surfern völlig überfüllte Wellen - und warte auf den Frühling. 
Ich weiß nach wie vor nicht, woher meine Faszination für das Meer kommt. Stundenlang halte ich es auf einer Klippe aus, sehe den Wellen zu, wie sie sich ein ums andere Mal neu formen, wie sie brechen und im Sande verlaufen, während ich manchmal nach einer Stunde Stillsitzen im Kinosessel schon ungeduldig werde, auch wenn der Film mir gefällt.


Neulich war wieder so ein faszinierender Tag, an dem der Pazifik eigentlich ganz ruhig vor sich hin schaukelte. Eigentlich. Denn in South Bondi brachen einige der schönsten Wellen, die ich hier je gesehen habe: türkisgrün, gewaltige Gischt und mittendrin Surfer, die sportlich einiges zu zeigen hatten. 


Ich mag auch den Moment, kurz bevor die Welle bricht: Wasserberge türmen sich auf, man spürt praktisch die geballte Kraft des Ozeans, bevor dieser in einem Krachen die Welle umstürzen lässt.


Und dann ist da noch die Gischt: Wenn der Wind die Welle von deren Kamm her abmäht, entstehen wunderschöne Wasserformationen. Manchmal sogar mit einem kleinen Regenbogen in der Gischt:

Wahnsinn, oder? Naja, und dann ist das Gefühl auch toll, nahezu allein an einem Strand zu sein, den an einem Sommertag durchschnittlich 40.000 Menschen bevölkern.

In unserem Hausflur hängt ein Schwarz-Weiß-Foto von Wellen, die in Bondi brechen. Ob mit oder ohne Farbe - Bondi bleibt 'ne Perle. Schöne Grüße!

6/24/2014

Vegane Linsen-Burger mit Zimt

Fast Food, Teil eins: Burger-Küche! Sollte es in Sydney geben, würde man meinen, und zwar richtig gute. Gibt es auch, und zwar in allen erdenklichen Fleischvariationen, nach vegetarischen oder veganen Burgern sucht man bisweilen auch länger. In Bondi Beach gibt es ein Burger-Restaurant, das sich mit dem Wörtchen "Gourmet" im Namen schmückt - und hier habe ich tatsächlich einen veganen Burger auf der Speisekarte gefunden. Den überaus stolzen Preis habe ich, hungrig, wie ich an dem Tag war, übersehen - zum Glück, denn der Burger war wirklich Eins A! 
Ich habe ihn gründlich inspiziert und versucht, einzelne Bestandteile zu identifizieren, um zu hause selbst vegane Burger Patties zu versuchen. Meine Heim-Variante hat ihr Vorbild geschmacklich nicht eins zu eins wiedergegeben, war aber dennoch sehr, sehr lecker. Die Extrazutat Zimt habe ich ihn Anlehnung an das vegane Kichererbsengemüse mit Zimt bei den Burger-Patties ergänzt. Und das hat funktioniert. Die Patties lassen sich übrigens ohne Geschmacksverlust einfrieren, Hamsterer sind also mit diesem Rezpt für vegane Burger bestens bedient.  
Aileen sammelt auf ihrem fabelhaften Blog Minzgrün derzeit Grillrezepte für den deutschen Sommer - da bin ich gern mit einem Rezept aus BBQ-Country dabei :-)



Das braucht Ihr

Für vier bis sechs Linsenfrikadellen (je nach Größe)
  • 175 g rote Linsen
  • 600 ml Wasser
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 rote Zwiebel 
  • einige Blättchen Petersilie
  • 0,5 - 1 EL Paprikapulver
  • 0,5 EL Kurkuma (optional)
  • 0,25 TL gemahlenen Zimt
  • 35 g Haferflocken
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Ei-Ersatz (z.B. 1 EL Sojamehl angerührt mit 2 EL Wasser)

Für die Burger
  • Sweet-Chili-Soße
  • Ruccola und Baby-Spinat
  • 1/2 Salatgurke
  • 3 Tomaten
  • 1 rote Paprika 
  • 1 reife Avocado

So geht's

Rote Linsen in Wasser zum Kochen bringen, dann 15 Minuten köcheln lassen, bis sie bissfest sind. Wasser abgießen, mit dem Pürierstab zerkleinern. Ei-Ersatzpulver mit Wasser separat anrühren, kurz ziehen lassen. Petersilie waschen, trocken tupfen und hacken. Zerkleinerte Linsen in einer großen Schüssel mit den übrigen Zutaten für die Linsenfrikadellen vermengen, Ei-Ersatz unterheben. Frikadellen aus der Linsen-Masse formen. Öl in einer beschichteten Pfanne oder Grillpfanne erhitzen und die Frikadellen einzeln von beiden Seiten jeweils ein paar Minuten darin braten oder grillen.

Für die Burger Ruccola und Baby-Spinat waschen, trocken schütteln. Gemüse waschen oder schälen und in Scheiben schneiden. Burger-Brötchen aufschneiden, mit Sweet-Chili-Soße bestreichen, Linsenfrikadelle darauf legen, Salat und Gemüse darauf schichten. Brötchen-Deckel drauf, fertig.

Wer mag, grillt das Gemüse ebenfalls - ich persönlich mag lieber die Rohvariante. So oder so - wohl bekomm's! :-)

 
Place lentils with water in a large saucepan. Bring to a boil. Reduce heat and simmer for 15 minutes. Remove from heat. Cool till just warm. Drain water. Process coarsely in a processor/blender.
Place lentil mash in a large bowl. Add all the other ingredients for the patties. Mix well. Refrigerate for 30 minutes (optional if finding hard to roll mixture).
Shape mixture into thick patties. Heat a tablespoon of oil in a large frying pan coating the surface evenly. Place 3 patties in the pan and cook on medium-high heat, turning gently with a butter knife ocassionally till cooked and golden on both sides. Repeat for remaining mixture and cook patties until golden (approximately 5 to 8 minutes for each batch).
Patties can be placed in a pre-heated, switched off oven to keep warm. To reheat, warm in the microwave or lightly on a pan. Patties can be stored in a container in the fridge for 4 to 5 days or frozen with sheets of baking paper between patties for upto a month.
- See more at: http://www.cookrepublic.com/journal/cook-republic-food-blog-wins-best-australian-blog-2013-french-lentil-patties-green-sauce/#sthash.Uv5pQpd8.yYU8AdUC.dpuf
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Vegan lentil burgers with cinnamon and avocado

Fast food, 101: burgers! While it seems to me a very easy job to find a "common" beef burger in any city the same mission can be tough for vegetarians and vegans. Even in Sydney, lots of great diners, bars and restaurants offer a wide range of meat burgers while at the same time sweet potato fries are the only edible dish for vegetarians and vegans. Just recently I found out that a great place that serves vegan burgers is just around the corner of where we live in Bondi Beach. I tried a red lentil burger there and it was really good. In my mind a made a list of the used ingredients and started working on a pattie recipe the next day. It didn't work out exactly like the one from the bar - and yet it tasted exceptionally good. I added ground cinnamon to the patties because it worked out so well in the vegan chickpea dish I made a few weeks ago. Here you go:


You'll need


For 4 to 6 patties:
  • 175 g red lentils
  • 600 ml water
  • 1 clove of garlic
  • 1 Spanish onion
  • some parsley leaves
  • 0,5 tbsp ground paprika 
  • 0,5 tbsp ground turmeric (optional)
  • 0,25 tsp ground cinnamon
  • 35 g rolled oats
  • 2 tbsp olive oil

For the burgers:
  • burger buns
  • sweet chili sauce
  • fresh rocket and baby spinach
  • 1/2 cucumber
  • 3 tomatoes
  • 1 red capsicum
  • 1 ripe avocado

Preparation

Bring lentils in water to boil, then reduce heat and cook for 15 minutes until firm to the bite. Drain water and purée lentils. In a small bowl mix soy flour and water, let sit for a couple of minutes. Wash parsley, blot dry and chop. Mix puréed lentils with the remaining ingredients for the patties in a large bowl, stir soy flour and water mix in. Use hands to form patties from the mixture. Heat oil in a fry or grill pan and fry from each side for a few minutes until done.

Wash rocket and baby spinach, blot dry. Wash or peel vegetables and slice. Cut burger buns open, spread swett chili sauce over cut faces, add lentil patty, salad and vegetables. Top with the other half of the bun and hhere you go! Enjoy your vegan lentil burger!
1 cup French lentils (dry) 2 1/4 cups water 2 tablespoons minced garlic 1 small red onion, chopped 2 tablespoons ground cumin
1 tablespoon smoked paprika
1/4 teaspoon ground cinnamon 1/3 cup rolled oats 2 tablespoons extra virgin olive oil 3 tablespoons tomato paste
salt and freshly ground pepper to taste oil for pan frying - See more at: http://www.cookrepublic.com/journal/cook-republic-food-blog-wins-best-australian-blog-2013-french-lentil-patties-green-sauce/#sthash.Uv5pQpd8.dpsser
1 cup French lentils (dry) 2 1/4 cups water 2 tablespoons minced garlic 1 small red onion, chopped 2 tablespoons ground cumin
1 tablespoon smoked paprika
1/4 teaspoon ground cinnamon 1/3 cup rolled oats 2 tablespoons extra virgin olive oil 3 tablespoons tomato paste
salt and freshly ground pepper to taste oil for pan frying - See more at: http://www.cookrepublic.com/journal/cook-republic-food-blog-wins-best-australian-blog-2013-french-lentil-patties-green-sauce/#sthash.Uv5pQpd8.dpuf
1 cup French lentils (dry) 2 1/4 cups water 2 tablespoons minced garlic 1 small red onion, chopped 2 tablespoons ground cumin
1 tablespoon smoked paprika
1/4 teaspoon ground cinnamon 1/3 cup rolled oats 2 tablespoons extra virgin olive oil 3 tablespoons tomato paste
salt and freshly ground pepper to taste oil for pan frying - See more at: http://www.cookrepublic.com/journal/cook-republic-food-blog-wins-best-australian-blog-2013-french-lentil-patties-green-sauce/#sthash.Uv5pQpd8.dpuf

6/18/2014

Vegan Maple Sticky Buns - vegane Ferdinandskrapfen auf Australisch

Dass aus dem letzten verregneten Sonntag noch einmal etwas Vernünftiges werden sollte, daran hatte ich nicht geglaubt: Der Morgen hatte bereits trüb begonnen, es regnete Lakritzschnüre, so dunkel war's, das Meer peitschte launisch von Fels zu Fels und selbst die sonst so geschwätzigen Vögel hatten Ihr forderndes Gekreische eingestellt. Ein riesiges Tief hatte Bondi Beach für sich vereinnahmt, Sydneys Eastern Suburbs glichen einer traurigen Ansammlung von Gebäuden, die Straßen leer, die lebhafte Atmosphäre, die ich an sonnigen Tagen lieben gelernt hatte, war - einfach nicht mehr da!
Gefangen in unserer Wohnung suchte ich mir eine Beschäftigung - und fand sie in der Küche (wo auch sonst?). Auf meiner mentalen To-Bake-Liste hatten bereits vor längerer Zeit vegane Sticky Buns einen Platz unter den Top Twenty bezogen. Doch weil ich ein wenig Respekt vor Hefegebäck und dem dafür nötigen Zeitaufwand habe, hatte ich sie stiefmütterlich vernachlässigt - bis zu diesem Sonntag. Da hatte ich sowieso Zeit im Überfluss und so habe ich mich an dieses Rezept, das zweimaliges "Gehen" des Teiges erforderte, herangetraut. Herausgekommen ist ein wirklich unglaublich leckeres Dessert, das man am besten warm genießt, und bei dem ich mich nach dem dritten Stück stark zügeln musste, nicht einfach weiter zu essen. 
Der Geschmack erinnerte mich an Ferdinandskrapfen, die meine Mama und meine Oma früher gebacken haben: süß, sehr süß, überaus saftig (dank der Füllung mit Apfelmus), frisch und klebrig eben. But - oh, so good!
Und weil Stefanie auf ihrem tollen Blog Schön und Fein derzeit fleißig Hefeteigrezepte sammelt, war die Gelegenheit doppelt günstig. Aber wenn ich ehrlich bin, brauche ich für Sticky Buns keinen Anlass...

Das braucht Ihr

Für den Teig
  • 200 ml Sojamilch
  • 100 g geschmolzene Margarine (lauwarm)
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 2 EL (etwa 15 g) Maismehl
  • 2 1/4 TL Trockenhefe
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer viertel Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 330 g Mehl
Für die Füllung
  • 100 g Apfelmus
  • 2 EL geschmolzene Margarine
  • 55 g gehackte Pekannüsse
  • 90 g Rohrohrzucker
Für den Guss
  • 80 g Vollfettkokosmilch
  • 1 EL Maismehl
  • 3 EL Ahornsirup
  • 110 g Puderzucker
Außerdem
  • Backpapier
  • eine etwa 22 x 22 cm große Backform


So geht's

Für den Teig Zucker, Vanilleextrakt und Salz in einer großen Schüssel vermengen. Hefe und Maismehl miteinander mischen. Die Margarine bei sehr kleiner Flamme auf dem Herd schmelzen und lauwarm werden lassen. Mit der Sojamilch verrühren, so dass Milch und Margarine lauwarm sind. Es ist wichtig, dass beides nicht nur Zimmertemperatur hat, damit die Hefe aufgehen kann. Zuckermix, Hefemix und Margarinemix miteinander verrühren, abdecken und etwa zehn Minuten ruhen lassen. 
Nach Ablauf dieser Zeit sollten sich einige Blasen gebildet oder das Gemisch sich ingesamt zur Mitte hin gehoben haben. Ist das nicht der Fall, müsst Ihr leider alle Schritte bis hierhin wiederholen - dann kann es sein, dass die Milch-Margarine-Mixtur zu warm oder kalt für die Hefe war.
Ist alles so gelaufen, wie wir es wollten, jetzt das Mehl portionsweise unterrühren und zu einem elastischen Teig verkneten. Am besten geht das mit den Händen. Falls der Teig stark klebt, gebt etwas Mehl hinzu.
Wenn der Teig fertig verknetet ist, lasst Ihr ihn in einer Schüssel, mit einem sauberen Geschirrtuch abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten ruhen und aufgehen. Ich habe dazu den Ofen kurz erhitzt, ihn dann ausgeschaltet und die Schüssel mit dem Teig hineingestellt. 

Für die Füllung Margarine schmelzen und mit dem Apfelmus verrühren. Pekannüsse hacken, Zucker abwiegen und bereitstellen.

Für den Guss Kokosmilch, Maismehl und Ahornsirup miteinander verrühren. Eine etwa 22 x 22 cm große Form mit Backpapier auslegen. Den Guss zur Hälfte auf dem Boden der Backform verteilen. Unter die verbleibende Hälfte den Puderzucker rühren und damit später die Sticky Buns von oben beträufeln. 

Zurück zum Teig: Nach dessen Gehzeit sollte er etwa die doppelte Größe im Vergleich zu vorher angenommen haben. Wenn dem so ist, den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen, und zwar dick genug, dass er nicht zerreißt, wenn Ihr ihn in die Hand nehmt. Jetzt die Margarine-Apfelmus-Füllung auf dem Teig verteilen und Zucker und gehackte Pekannüssen darüber streuen. Jetzt den Teig der Länge nach aufrollen und in einzelne, gleich große Rollen schneiden. Diese nun in die Backform legen, und zwar mit der Schnittseite nach oben. Die Form nun wieder in den vorgewärmten Backofen stellen und die Buns weitere 40 Minuten gehen lassen.

Ofen schließlich auf 180 Grad vorheizen und die Sticky Buns etwa 20 Minuten backen, dann mit der restlichen Flasur beträufeln und warm essen. So lecker - was meint Ihr?



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Vegan Maple Sticky Buns

Who would have thought that something good would finally come from this this grey and rainy sunday in Bondi Beach? Certainly I didn't. It was raining cats and dogs, the air was chilly outside and inside and even some raindrops made their way inside our well insulated apartment. Great day! 
Eventually I fled to the kitchen and started working on a recipe for vegan sticky buns. I remember the days when my mom and grandma used to make a similar German recipe in our house. Can you imagine this incredibly happy moment when you come home from school, enter your house and the whole thing smells like sugar, cinnamon and sweet yeast dough? OMG! 
Right, and on this grey day I decided to finally get started on my vegan sticky buns project - a very good decision that I didn't regret at all: It saved my day and left the four of us fat and extremely satisfied on the couch. 


You'll need

Dough:
  • 200 ml soy milk
  • 100 g melted margarine (lukewarm)
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 2 tbsp (approx. 15 g) corn starch
  • 2 1/4 tsp dry yeast
  • 1 tsp vanilla essence
  • 1 pinch of salt
  • 330 g plain flour
Filling:
  • 100 g apple sauce
  • 2 tbsp melted margarine
  • 55 g chopped pecans
  • 90 g Rohrohrzucker
Icing:
  • 80 g coconut cream (full fat)
  • 1 tbsp corn starch
  • 3 tbsp maple syrup
  • 110 g icing sugar

Preparation


Dough, part I: Mix sugar, vanilla essence and salt in a large bowl. In a seperate bowl mix dry yeast and corn flour. In a sauce pan over low heat melt margarine and then add soy milk. Milk and margarine together need to bee lukewarm. This is important - if the margarine is too hot or too cold it will kill the yeast and you can't use it. 
Whisk sugar mix and yeast mix together, then add margarine mixture, cover with a clean towel and set aside in a warm space for ten minutes. 
After this time there should be bubbles in the mix or the mix should have risen in the middle. It is important that your mixture looks different from before. If it doesn't repeat steps until here.
If everything worked out as we expected add the flour one heap after one another and knead until you have an elastic dough. That works best when using your hands. If the dough is too sticky add some more flour.
Once the dough is ready leave it in the bowl, cover with a clean kitchen towel and
let it sit in a warm space for 45 minutes. You can easily use your oven for this. Heat it up to 50 degrees for a few minutes and place the bowl in there, close the doors, let the dough rise and take it out later.

Filling: Melt margarine over low heat and combine with apple sauce. Chop pecans, weigh sugar and set aside. 

Glaze: Mix coconut cream, corn flour and maple syrup. Line a baking form (22x22cm) with baking paper. Spread half of the glaze on the bottom of your baking form.
To the remaining half add the icing sugar and set aside - you'll need this later to sprinkle over the buns. 


Dough, part II: After the rising time of the dough it should have doubled its size. Sprinkle flour on a working surface and roll the dough out in a rectangle shape about 0.5 centimeters thick. Now spread margarine and applesauce filling over the dough and sprinkle with chopped pecans and brown sugar. Now roll up the dough lengthwise and cut into even sized slices, each about two centimeters. Place them in the baking form, the cut side facing up. Now put your baking dish back into the oven - or the warm place of your choice :-) and let the dough rise for another 40 minutes.

Finally, preheat the oven to 180 degrees Celsius and bake the vegan sticky buns for 20 minutes. Douse with glaze and serve warm. Yummy, aren't they?